Die Feuerwehr bietet eine ideale Umgebung um Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Selbstvertrauen, Kommunikationsfähigkeit sowie psychische und physische Belastbarkeit zu trainieren und auszubauen. Weil wir die zu bewältigenden Aufgaben meistens nur als Gruppe lösen können, werden Begriffe wie Teamwork, Kommunikation und Vertrauen sehr groß geschrieben.

Um das "Handwerk" der Feuerwehr zu lernen, gibt es Lehrgänge mit vielen praktischen und theoretischen Inhalten. Auf diese Weise wird jedes Mitglied umfangreich ausgebildet und vorbereitet, bevor es an Einsätzen mitwirken kann. Im Alter von 17 Jahren kann es losgehen. 

Grundlehrgang

 

In deiner "Karriere" bei der Feuerwehr kannst du diese Lehrgänge besuchen:

Einige dieser Lehrgänge werden von allen Feuerwehr-Aktiven durchlaufen und bilden somit eine Art Standard. Hierzu zählen: Truppmann - Sprechfunk - Atemschutz - Truppführer. Allerdings besucht man diese Lehrgänge nach und nach, also über Jahre hinweg. So bringt man das jüngst Gelernte schnell zur Anwendung anstatt gleich alles auf einmal lernen zu müssen. Die weiteren Lehrgänge werden je nach Interesse, Eignung und Bedarf besucht.

Nachfolgend wollen wir euch einiger dieser Lehrgänge vorstellen:

Truppmann Teil 1 und 2   

Die Ausbildung zum Truppmann ist der Einstieg in die Feuerwehr und deshalb für jedes neue Mitglied Pflicht. Dabei wird der 1. Teil dieser Ausbildung als Lehrgang nach einheitlicher Vorschrift absolviert, gemeinsam mit "Neulingen" aus allen Freiburger Abteilungen. Man spricht auch vom Grundlehrgang. Wichtig für den zukünftigen Feuerwehrangehörigen ist es, sich der Bedeutung des sog. "Bräunleinwetters" bewusst zu sein. Hierbei handelt es sich um einen von Oberbrandmeister Christian Bräunlein geprägten Begriff zur Umschreibung eines idealen Wetters zur Ausbildung von neuen Feuerwehrangehörigen. Dieses Wetter ist geprägt von möglichst viel Wind, Regen und ggf. Hagel. Hierbei sollen die grundlegenden Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz erlernt werden. Der gesamte 1. Teil umfasst ca. 70 Ausbildungsstunden à 45 Minuten, aufgeteilt wie folgt:

TruppmannlehrgangTeil1

Schematischer Ausbildungsaufbau (Quelle: Lernzielkatalog der Lfs-BW)

Teil 2 der Truppmannausbildung ist kein Lehrgang im eigentlichen Sinne. Vielmehr ist der regelmäßige Übungsbesuch in der Abteilung gemeint. In einem Zeitraum von rund zwei Jahren sind mindestens 80 Übungsstunden zu absolvieren, außerdem ein Leistungsabzeichen zu erlangen, an Heißausbildungen und natürlich an Einsätzen teilzunehmen. Auf diese Weise vertieft und erweitert man das im 1. Teil erworbene Wissen, lernt das Zusammenspiel mit den Kameraden kennen und erlangt standortbezogene Kenntnisse. Zu den Besonderheiten eines Standortes zählen z.B. die vorhandenen Fahrzeuge und Geräte, das Einsatzgebiet mit seinen Eigenheiten oder auch besondere Aufgaben.

Zum Inhalt der Truppmannausbildung gehören folgende theoretische und praktische Einheiten:

Rettung inkl. lebensrettende Sofortmaßnahmen

Unentbehrlich für die Arbeit der Feuerwehr sind erweiterte Kenntnisse in "Erster Hilfe". Jeder soll lernen, wie man sich bei medizinischen Notfällen richtig Verhält. Dieses Wissen hilft dir nicht nur während deiner Tätigkeit bei der Feuerwehr, sondern durchaus auch im Alltag. Vermittelt wird dieses Wissen mit anschaulichen Übungen z.B. zum Verbandanlegen, zur Personenrettung, zur Helmabnahme oder durch das Kennenlernen professioneller Rettungsmittel. Auch später werden solche Themen mindestens einmal im Jahr auf dem Lehrplan stehen.

Rechtsgrundlagen

Dieser eher theoretische Teil behandelt die Rechte und Pflichten eines Feuerwehrangehörigen. Die Ausbilder erläutern anhand anschaulicher Beispiele, mit welchen Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften man als Feuerwehrmann oder -frau in Kontakt kommt. Besonderer Wert wird hierbei auf die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften (UVV) bei Übungen und im Einsatz gelegt. Zu beantwortende Fragen können beispielsweise lauten: Darf die Feuerwehr Löschwasser aus privaten Gewässern entnehmen? Wie ist man versichert, falls man sich während einer Übung verletzen sollte? Was bedeutet das Blaulicht und was nicht? Darf auch die Feuerwehr eine Straße sperren oder etwa nur die Polizei? Mit welchem Wahlrecht können Feuerwehrangehörige ihre Feuerwehr mitgestalten?

Brennen und Löschen

In diesen Unterrichtseinheiten werden die chemischen und physikalischen Grundlagen von Verbrennungsvorgängen und die unterschiedlichen Löschmittel anhand von Experimenten von den Ausbildern erläutert. Eine Hilfsmittel zur Darstellung von Verbrennungsvorgängen ist das sogenannte Verbrennungsdreieck (s.u.). Weitere illustrative Erklärungen zum Verbrennungsdreieck befinden sich auf der Seite der FF Nettelrede.

Verbrennungsdreieck

Fahrzeugkunde

Die Unterrichtseinheit Fahrzeugkunde gibt den Lehrgangsteilnehmern einen ersten Überblick über die Fahrzeuge der Feuerwehr und deren Beladung. So lernt man, bei welchen Aufgaben die Fahrzeuge ihre jeweiligen Stärken am besten ausspielen können.

Gerätekunde

Im Rahmen der Unterrichtseinheiten zum Thema Gerätekunde werden die persönliche Schutzausrüstung, Löschgeräte, Schläuche und Armaturen, Rettungsgeräte und sonstige Geräte vorgeführt und deren Bedienung erklärt.

Nachdem das grundlegende Wissen über Materialien, Fahrzeuge und Verbrennungs- und Löschvorgänge vermittelt wurde, wird in folgenden Unterrichtseinheiten das generelle Vorgehen bei Einsätzen der Feuerwehr behandelt. Hierzu zählen:

Löscheinsatz

Zum sicheren und zielgerichteten Ausführen eines Löschangriffs werden in diesen Unterrichtseinheiten viele bereits zuvor gelernte Inhalte weiter vertieft und mit praxisnahen Übungen trainiert. Hierzu zählen das Wissen um die persönliche Schutzausrüstung (PSA), besonderer Warnkleidung bei Einsätzen auf öffentlichen Verkehrsflächen oder generelle Gefahren an der Einsatzstelle. Zusätzlich wird die Aufgabe der Mannschaft, die Antrete- und Sitzordnung, das Ausführen von Einsatzbefehlen, die Wasserentnahme u.v.m. erläutert und trainiert. Am Abschluss dieser Lehrgangseinheit soll jeder Teilnehmer dazu in der Lage sein die Grundtätigkeiten der Brandbekämpfung auf Befehl auszuführen.

Technische Hilfeleistung

Neben der allgemeinen Vorgehensweise bei Einsätzen der technischen Hilfeleistung werden in diesen Unterrichtseinheiten die Anwendung der Rettungsgeräte sowie der Rettungsgrundsatz an zumeist praktischen Übungen gelernt.

Verhalten bei Gefahr

Auf diesen Block des Grundlehrgangs wird während den unterschiedlichen Unterrichtseinheiten besonderen Wert gelegt. Hierbei soll das Einschätzen und Bewerten von Gefahren an der Einsatzstelle gelernt werden. So müssen z.B. Gefahren bei fließendem Verkehr, durch abstürzende Teile (Stichwort Trümmerschatten) oder spezielle Gefahren bei ABC-Einsätzen bekannt sein.

Die hier dargestellte grobe Erläuterung der Unterrichtsinhalte der Truppmannausbildung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll dazu dienen, dem interessierten Leser einen ersten Überblick über die Lerninhalte dieses Lehrgangs zu verschaffen. Die detaillierten Lernziele der Truppmannausbildungung können dem Lernzielkatalog der Lfs-BW entnommen werden. Zu beachten ist, dass diese Lernziele entsprechend des jeweiligen Aufgabenbereiches der einzelnen Feuerwehren angepasst bzw. fokussiert werden können.

 

Sprechfunker 

Dieser Lehrgang folgt unmittelbar auf den 1. Teil der Truppmannausbildung und umfasst ca. 16 Unterrichtsstunden. Neben den rechtlichen und technischen Grundlagen lernt man hier vor allem, die bei der Feuerwehr gebräuchlichen Funkgeräte richtig zu bedienen. Nur wer einen solchen Lehrgang erfolgreich beendet hat, darf am sogenannten BOS-Funk überhaupt teilnehmen. Folgende Blöcke werden abgehandelt:

Rechtliche Grundlagen

Hierbei sollen die Teilnehmer lernen, welche Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben(BOS) es in Deutschland gibt (u.a. Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienste) und welche Vorrausetzungen erfüllt sein müssen um am BOS-Sprechfunk teilnehmen zu dürfen (Wer spricht mit welchen Geräten auf welchen Frequenzen?). Darüber hinaus müssen jedem Einzelnen die juristischen Vorschriften im Zusammenhang mit dem Sprechfunk bekannt gemacht werden, Schlagworte sind hier "Verschwiegenheitspflicht als Amtsträger", "Vertraulichkeit des Wortes" und auch "Verletzung von Privatgeheimnissen". Eine entsprechende Verpflichtungserklärung ist zu unterschreiben.

Physikalisch-technische Grundlagen

Die physikalisch-technischen Grundlagen vermitteln den Lehrgangsteilnehmern ein besseres Verständnis der Funkübertragung und der verwendeten Geräte, sodass grundlegende (störende) Einflussfaktoren im Betrieb beurteilt und ggf. behoben werden können. Zu diesen Faktoren gehören z.B. Sendeleistung, Empfängerempfindlichkeit, Reflexion oder Funkschatten.

Sprechfunkbetrieb

In diesem Teil wird der eigentliche Funkbetrieb gelernt und geübt, sodass Sprechfunkgeräte selbständig bedient und Funkgespräche den Vorschriften entsprechend geführt werden können. Hierzu zählen technische Aspekte wie Akkutausch oder Kanalwechsel. Fast wichtiger sind aber die "Regeln des guten Sprechfunkens", denn meistens funken viele Menschen auf einem Kanal, und nicht selten ist die Übertragsqualität mäßig. Hilfreich ist hier das deutsche Buchstabieralphabet sowie die Antworten auf folgende Fragen: Wie spreche ich einen anderen oder gar mehrere Teilnehmer an? Wie wähle ich meine Worte kurz und präzise? Welche Aussprache ist die beste? Wer beendet das Gespräch?

Kartenkunde

Ein weiterer, eher kleinerer Teil der Sprechfunkausbildung besteht im Umgang mit Kartenmaterial. Gelernt werden soll, wie man einen bestimmten Ort auf der Karte anhand von Koordinaten finden oder beschreiben kann.

Die hier dargestellte grobe Erläuterung der Unterrichtsinhalte der Sprechfunkerausbildung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll dazu dienen, dem interessierten Leser einen ersten Überblick über die Lerninhalte dieses Lehrgangs zu verschaffen. Umfassende Informationen zur Sprechfunkerausbildung können dem Lernzielkatalog der Landesfeuerwehrschule entnommen werden. Zu beachten ist, dass diese Lernziele entsprechend des jeweiligen Aufgabenbereiches der einzelnen Feuerwehren angepasst werden können.

Atemschutzgeräteträger 

Dieser Lehrgang soll den Teilnehmer dazu befähigen die bei der Feuerwehr verwendeten Atemschutzgeräte technisch zu verstehen und bedienen zu können.

Inhaltlich gliedert sich diese Ausbildung in folgende Blöcke:

Grundlagen der Atmung unter Atemschutz

Um die Auswirkung des Tragens von Atemschutzgeräten auf den menschlichen Körper verstehen und beurteilen zu können, werden in diesen Unterrichtseinheiten anatomische und physiologische Aspekte der Atmung näher erläutert. So wird z.B. der Luftverbrauch des Körpers mit und ohne Belastung eingegangen oder verschiedene Atemtechniken thematisiert.

Atemgifte

In dieser Einheit werden die Lehrgangsteilnehmer für das Erkennen und die Wirkung unterschiedlicher Atemgifte, die den Einsatz von Atemschutzgeräten erforderlich machen, sensibilisiert. So wird gelernt, welche Atemgifte es gibt, wie sie wirken, bei welchen Einsätzen mit ihnen gerechnet werden muss und wie man sich vor ihnen schützen kann.

Atemschutztauglichkeit

Atemschutz-Einsätze sind anstrengend und auch nicht ganz ungefährlich. Um das Risiko so weit wie eben möglich zu beschränken, wird an die Atemschutzgeräteträger (AGT) eine ganze Liste von Anforderungen gestellt. Und die muss jeder einzelne AGT kennen:

• Tauglichkeit bestätigt durch arbeitsmedizinische Untersuchung gemäß G26-3 (Schwerer Atemschutz), in regelmäßigen Abständen zu wiederholen,

• erfolgreiche Teilnahme am Atemschutz-Lehrgang,

• mindestens jährliche Belastungs-Übung,

• mindestens jährliche Einsatz-Übung,

• Tauglichkeit zum Zeitpunkt des Einsatzes (gesund, rasiert, nüchtern, etc.).

Atemschutz-Einsatz

In dieser sehr ausführlichen Ausbildungseinheit werden zunächst die technischen Eigenschaften und die Handhabung unterschiedlicher Atemschutzgeräte präsentiert. Anschließend folgen erste Gewöhnungsübungen unter Atemschutz. Das Gelernte reicht von Orientierungsübungen in verrauchten Räumen über Kommunikation unter Atemschutz bis hin zum richtigen Tragen und Auswechseln von unter Druck stehenden Pressluftflaschen.

Am Ende dieser Ausbildungseinheit steht eine erste Belastungsübung auf einer Atemschutzübungsstrecke und auch ein erster "heißer" Übungseinsatz an einer Brandübungsanlage, wie sie am Feuerwehr-Ausbildungszentrum (FAZ) in Eschbach zur Verfügung steht.

Weitere interessante Informationen zum Thema Atemschutz findet man z.B. unter http://www.atemschutzlexikon.de

Die hier dargestellte grobe Erläuterung der Unterrichtsinhalte der Atemschutzausbildung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll dazu dienen, dem interessierten Leser einen ersten Überblick über die Lerninhalte dieses Lehrgangs zu verschaffen. Die detaillierten Lernziele der Atemschutzausbildung können dem Lernzielkatalog der Lfs-BW entnommen werden. Zu beachten ist, dass diese Lernziele entsprechend des jeweiligen Aufgabenbereiches der einzelnen Feuerwehren angepasst bzw. fokussiert werden können.

 

Maschinist für Löschfahrzeuge 

Ein Maschinist oder eine Maschinistin hat in Übung und Einsatz zwei Hauptaufgaben, nämlich a) Feuerwehr-Fahrzeuge zu fahren und b) die auf dem Fahrzeug befindlichen Pumpen, Aggregate und sonstigen Maschinen zu bedienen.

Wer einen Hang zu technischen Geräten und zu großen roten Fahrzeugen hat, und außerdem das nötige Verantwortungsbewusstsein, ist in diesem Lehrgang genau richtig. Man erfährt sehr anschaulich, wie imposant und leistungsstark die Geräte der Feuerwehr sind und wie vielfältig sie eingesetzt werden können.

Noch vor Lehrgangsbeginn erlangt man den Führerschein Klasse C in einer Fahrschule. In der Regel übernimmt die Feuerwehr die Kosten hierfür. Und dann kann es losgehen:

Rechtsgrundlagen und Aufgabenbereiche

Da der Maschinist oder die Maschinistin für das Fahren des Fahrzeuges verantwortlich ist, insbesondere unter Inanspruchnahme von Sonderrechten, müssen gewisse Paragraphen der Straßenverkehrsordnung (StVO §35 und §38), der StraßenVerkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) und der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) bekannt sein. Es muss klar werden, welchen Gefahren man sich und die Besatzung während einer Alarmfahrt aussetzt, worauf man dabei achten sollte und wie man das Risiko minimieren kann. Um dies auch in der Praxis zu beherrschen, sind nach Lehrgangsende regelmäßige Übungsfahrten (bei Tag und Nacht, bei Regen und Schnee, usw.) oder sogar Fahrsicherheitstrainings unverzichtbar.

Weil der Einsatzerfolg auch davon abhängt, wo das Fahrzeug an der Einsatzstelle aufgestellt wird, trainiert man seinen Blick dafür. Und dann sollte man wissen, welche Aufgaben vom Maschinisten zu erfüllen sind, ohne dass dies im Einsatzfall noch besprochen werden müsste: Anschließen von Schläuchen an die Pumpe, Inbetriebnahme der Pumpe, Bereitlegen von Geräten, usw. Nach Einsatz- bzw. Übungsende prüft der Maschinist die Vollständigkeit der Beladung und die Fahrbereitschaft des Fahrzeugs und meldet dies dem Gruppenführer.

Löschfahrzeuge, Motorenkunde, kraftbetriebene und sonstige Geräte

Da Maschinisten für ihr Fahrzeug und für jegliches Gerät auf dem Fahrzeug zuständig sind, müssen sie die Funktionsweise der mitgeführten Geräte und des Fahrzeuges kennen. Hierzu zählen z.B. Schnellangriffseinrichtung, Stromerzeuger, hydraulisches Rettungsgerät, Leitern, Pumpen, Werkzeug, Tauchpumpen, und und und. Verschiedene Fahrzeuge der Feuerwehr sind je nach Aufgabenbereich unterschiedlich ausgestattet. Manches ist immer gleich, manches extrem unterschiedlich. Maschinisten müssen sich also mit allen Fahrzeuge, die sie benutzen werden, vertraut machen.

Feuerlöschkreiselpumpen, Wasserförderung und Betrieb anderer Pumpen

Da die Arbeit der Feuerwehr natürlich viel mit Wasser zu tun hat, werden in dieser Einheit verschiedenste Pumpen vorgestellt, im Detail erläutert und das Betreiben der Pumpen gelernt. Dieser mit Abstand spannendste Teil der Ausbildung befasst sich zunächst intensiv mit dem Aufbau und der Funktion der verwendeten Pumpen. Hierzu zählt die Pumpe an sich, aber auch z.B. die Ansaugeinrichtung zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern wie Flüsse oder Seen. Abgesehen von Feuerlöschpumpen für Wasser gibt es auch Öl- oder Gefahrgutpumpen, Tauchpumpen, Schmutzwasserpumpen und weitere Formen, deren Eigenheiten und Unterschiede man als Maschinist kennen sollte.

In der Praxis wird gelernt, die üblichen Pumpen in und außer Betrieb zu nehmen, dabei auch kleine Fehler zu erkennen und zu beheben. Was sich leicht anhört erfordert viele Stunden Ausbildung, in denen erfahrene Ausbilder viele Tipps zum erfolreichen und sicheren Betrieb geben.

Die hier dargestellte grobe Erläuterung der Unterrichtsinhalte der Ausbildung "Maschinist für Löschfahrzeuge" erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll dazu dienen, dem interessierten Leser einen ersten Überblick über die Lerninhalte dieses Lehrgangs zu verschaffen. Die detaillierten Lernziele der Ausbildung "Maschinist für Löschfahrzeuge" können dem Lernzielkatalog der Lfs-BW entnommen werden. Zu beachten ist, dass diese Lernziele entsprechend des jeweiligen Aufgabenbereiches der einzelnen Feuerwehren angepasst bzw. fokussiert werden können.