Atemschutzgeräteträger

Dieser Lehrgang soll den Teilnehmer dazu befähigen die bei der Feuerwehr verwendeten Atemschutzgeräte technisch zu verstehen und bedienen zu können.

 

Inhaltlich gliedert sich diese Ausbildung in folgende Blöcke:

 

Grundlagen der Atmung unter Atemschutz

Um die Auswirkung des Tragens von Atemschutzgeräten auf den menschlichen Körper verstehen und beurteilen zu können, werden in diesen Unterrichtseinheiten anatomische und physiologische Aspekte der Atmung näher erläutert. So wird z.B. der Luftverbrauch des Körpers mit und ohne Belastung eingegangen oder verschiedene Atemtechniken thematisiert.

 

Atemgifte

In dieser Einheit werden die Lehrgangsteilnehmer für das Erkennen und die Wirkung unterschiedlicher Atemgifte, die den Einsatz von Atemschutzgeräten erforderlich machen, sensibilisiert. So wird gelernt, welche Atemgifte es gibt, wie sie wirken, bei welchen Einsätzen mit ihnen gerechnet werden muss und wie man sich vor ihnen schützen kann.

 

Atemschutztauglichkeit

Atemschutz-Einsätze sind anstrengend und auch nicht ganz ungefährlich. Um das Risiko so weit wie eben möglich zu beschränken, wird an die Atemschutzgeräteträger (AGT) eine ganze Liste von Anforderungen gestellt. Und die muss jeder einzelne AGT kennen:

Tauglichkeit bestätigt durch arbeitsmedizinische Untersuchung gemäß G26-3 (Schwerer Atemschutz), in regelmäßigen Abständen zu wiederholen,

erfolgreiche Teilnahme am Atemschutz-Lehrgang,

mindestens jährliche Belastungs-Übung,

mindestens jährliche Einsatz-Übung,

Tauglichkeit zum Zeitpunkt des Einsatzes (gesund, rasiert, nüchtern, etc.).

 

Atemschutz-Einsatz

In dieser sehr ausführlichen Ausbildungseinheit werden zunächst die technischen Eigenschaften und die Handhabung unterschiedlicher Atemschutzgeräte präsentiert. Anschließend folgen erste Gewöhnungsübungen unter Atemschutz. Das Gelernte reicht von Orientierungsübungen in verrauchten Räumen über Kommunikation unter Atemschutz bis hin zum richtigen Tragen und Auswechseln von unter Druck stehenden Pressluftflaschen.

 

Am Ende dieser Ausbildungseinheit steht eine erste Belastungsübung auf einer Atemschutzübungsstrecke und auch ein erster "heißer" Übungseinsatz an einer Brandübungsanlage, wie sie am Feuerwehr-Ausbildungszentrum (FAZ) in Eschbach zur Verfügung steht.

 

Weitere interessante Informationen zum Thema Atemschutz findet man z.B. unter http://www.atemschutzlexikon.de

 

Die hier dargestellte grobe Erläuterung der Unterrichtsinhalte der Atemschutzausbildung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll dazu dienen, dem interessierten Leser einen ersten Überblick über die Lerninhalte dieses Lehrgangs zu verschaffen. Die detaillierten Lernziele der Atemschutzausbildung können dem Lernzielkatalog der Lfs-BW entnommen werden. Zu beachten ist, dass diese Lernziele entsprechend des jeweiligen Aufgabenbereiches der einzelnen Feuerwehren angepasst bzw. fokussiert werden können.